Zu Besuch bei Putin

ErlöserturmGuten Abend zusammen,

gestern früh ging es also von Solms Richtung Düsseldorfer Flughafen. Neben Martin und Birgit haben uns noch Carolyns Bruder Dennis und dessen Freundin Anna zum Flughafen begleitet. Obwohl wir recht früh los sind, sind wir natürlich rund um Köln in den Stau gekommen, was uns einiges an Zeit gekostet hat. Ich werde nie verstehen wie sich die Leute dies tagtäglich auf dem Weg zur Arbeit (und vermutlich auch auf dem Heimweg) antun können. Da ziehe ich die Bahn mit ihrem gelegentlichen Chaos doch definitiv vor, auch wenn man sich dann da aber auch ärgert und rummault 😉

Somit fiel die Verabschiedung dann recht kurz aus, da wir etwas unter Zeitdruck waren um noch pünktlich zum Boarding, dass 20 Minuten vor Abflug geschlossen werden sollte, zu kommen. Im Endeffekt hatte das Boarding 20 Minuten vor Abflug noch nicht mal begonnen und somit hätte man sich mehr Zeit lassen können. Der Flug war recht angenehm, die Crew hatte zwar immer einen etwas finsteren Blick drauf, war aber im Gespräch dann doch sehr nett, so dass wir uns nicht beklagen konnten.
In Moskau angekommen, erfolgte die Einreise problemlos und anschließend ging es mit dem Aeroexpress in die Stadt rein. Wobei das Express hier wohl eher für „ohne Zwischenhalt“ als „schnell“ steht. Dort angekommen, konnten wir nach etwas suchen und fragen und telefonischer Hilfe einer Truppe Elektriker dann unsere Unterkunft doch noch finden. Gelegen ist das gute Stück in einem großen Hinterhof in einer völlig normalen Wohnung.

Nach einer kurzen Nacht ging es heute Morgen um 8 Uhr Richtung Innenstadt, genauer gesagt zum Regierungssitz des Herren Putin, dem Kreml. Die Hoffnung, dass Englisch wenigstens bei den jüngeren Menschen oder an stark von ausländischen Menschen frequentierten Orten zumindest etwas verstanden wird, mussten wir nach kurzer Zeit weit unter der Erde begraben.
Unsere ersten Versuche am Ticketautomaten, sowie am Schalter scheiterten kläglich. Getreu dem Motto „Polizei, dein Freund und Helfer“ fragten wir also einer diesen mit den einfachen Worten „Subway, Ticket, Kreml?“. Er fragte zweimal nach, zeigte uns eine Treppe nach unten und wir landeten im Untergeschoß zwischen einem Haufen Schließfächer. Selbst als Neuling in Moskau erkannte ich mit meinem geschulten Adlerauge sofort, dass dies nicht der Kreml sein konnte.
Irgendwann fanden wir dann die eine Person, die dem Englischen etwas mächtig war und kauften uns direkt zwei 3-Tagestickets, bevor wir dies nun die nächsten Tage noch öfter erleben müssen.

Weißrussischer Bahnhof

Am Kreml angekommen, war relativ wenig los, was evtl. auch dem Wetter (15 Grad, leichter Regen) geschuldet war. Nach dem Ticketkauf und kurzer Sicherheitskontrolle ging es als erstes in die Rüstkammer des Kremls. Anhand eines kostenlosen Audioguides in deutscher Sprache konnte man einiges über die russische Geschichte, vor allem der Zarenzeit in Erfahrung bringen. Am schönsten waren hier die Faberge-Eier und deren Geschichte sowie die mit allerhand Smaragden, Rubinen und weiterer Edelsteinen verzierten Bibeln.
Nach der Ausstellung ging es wieder an die frische Luft um das Gelände des Kreml zu erkunden. Hier konnte man u.a. noch einige beeindruckende Kathedralen sowie Ausstellungen besichtigen.
Erzengel-Michael-Kathedrale / Mariä-Verkündigungs-Kathedrale

Leider war in allen Gebäuden das Fotografieren untersagt. Da dies auch von allen anderen Besuchern eingehalten wurde, haben wir uns mal lieber auch daran gehalten, so dass wir leider keine Fotos von dort präsentieren können.
Den Kreml haben wir dann über den Ausgang zum berühmten Roten Platz verlassen. Hier laufen gerade einige Vorbereitungen zu einer Militärparade, so dass hier große Teile abgesperrt waren.

Basilius-Kathedrale mit Charly

Wir besuchten hier noch das GUM und machten einige Fotos, bevor wir uns wieder auf den Weg zur Metro begaben um nach über acht Stunden wieder gegen 16:30 zurück im Hostel einzukehren.
Insgesamt ein beeindruckender Tag am Kreml. Die gewaltigen Bauten, die große Kremlmauer sowie das Areal drumherum waren lohnenswert zu erkunden und kennenzulernen.

Kremlmauer

Nach dem Abendessen basteln wir uns nun einen Plan für morgen und schauen dank stabiler Internetverbindung noch ein bisschen CL-Quali.
Weitere Fotos sind unter Bilder zu finden.

Bis die Tage
Christopher & Carolyn

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4 Responses to Zu Besuch bei Putin

  1. Igor Schaefer says:

    Gut geschriebener Bericht. Liest sich wie eine kleine Geschichte.

  2. Ilona 40.23 ;-) says:

    Muss sagen lieber Christopher, du hattest schon immer ein gutes Auge und Auffassungsgabe. Tolle Bilder.

  3. Christopher says:

    Für zahlreiche Fotos ist meine Frau verantwortlich, gebe das Kompliment also gerne weiter 🙂

  4. vsampel says:

    Hallo ihr 3 – vielen lieben Dank für den Verweis auf euren Blog. Der Anfang liest sich schonmal vielversprechend, da hab ich die nächsten Tage was zu lesen 😉

    Alles gute auf eurer Reise wünschen wir euch und liebe Grüße,

    Jenny, Finn und Vincent

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