Auf zum alten Gipfel

Machu Picchu_12Am Montag sollte es zu dem Highlight in Peru gehen, dem Machu Picchu. Der Wecker klingelte mal wieder früh und wir quälten uns irgendwie aus dem Bett. Gegen 6:30 Uhr stand auch schon unser Taxifahrer vor der Tür, der uns ins wenige Kilometer entfernte Poroy bringen sollte, da von hier aus der Zug Richtung losfahren sollte. So waren wir schon kurz vor sieben am Bahnhof und hatten somit noch ausreichend Zeit bis zur Abfahrt um 7:35 Uhr.
Wir hatten uns für den günstigsten Zug entschieden, welcher aber mit 80 USD trotzdem nicht wirklich ein Schnäppchen ist. 80 USD pro Richtung versteht sich. Aber zum Machu Picchu reist man vermutlich auch nur einmal im Leben, daher halb so schlimm.

Zug nach Aguas Calientes
Besonders schnell waren wir nicht unterwegs, aber so konnte man in Ruhe die herrliche Landschaft genießen. Anfangs ging es durch allerhand Farmland mit Kühen, Schweinen, Ziegen, Lamas und Co vorbei. Später schlängelte sich der Zug dann durch Schluchten der Anden entlang. Es war wirklich beeindruckend wie der Zug an den Füßen der Berge entlang fuhr und direkt neben einem die Berge steil in die Höhe schossen. Besonders gut konnte man dies durch die Panoramafenster in der Decke des Zuges sehen.
Gegen 11 Uhr erreichten wir Aguas Calientes, einem Dorf nach dem Macchu Picchu. Gefühlt besteht das Dorf nur aus Restaurants und Unterkünften aller Preisklassen.
Aguas Calientes_3
Unser Hotel lag direkt an den Bahngleisen. Glücklicherweise erwischten wir auch direkt ein Zimmer auf der Seite der Gleise, so dass man buchstäblich das Gefühl hatte, dass der Zug quer durch Zimmer fahren würde. War eben mal etwas Anderes und da in der Nacht keine Züge fuhren, ließ es sich ganz gut aushalten. Wir ruhten uns weiter aus und verließen das Hotel nur am Abend zum Essen und um uns die Busfahrkarten für den nächsten Morgen hoch zum Machu Picchu zu kaufen. Eigentlich wollten wir ja am nächsten Tag früh hoch um den Sonnenaufgang zu bewundern. Da das Wetter aber nicht das Beste war, strichen wir den Sonnenaufgang von unserem Plan.
So fuhren wir nach einem 800mg Ibuprofen-Frühstück erst gegen 10:00 Uhr mit dem Bus rauf zum Machu Picchu. Übersetzt bedeutet dies übrigens „Alter Gipfel“. Oben angekommen waren wir vorm Eingang aus unerklärlichen Gründen nicht die Einzigen. Also hieß erstmal Schlange stehen. Irgendwann waren wir dann drin und beschlossen erstmal bergaufwärts zu laufen um einen Ausblick zu bekommen. Was wir dann oben zu sehen bekamen, war mehr als großartig.
Machu Picchu_02
Wir verbrachten gute drei Stunden auf der gesamten Anlage. Es war wirklich beeindruckend was die Inkas hier oben errichtet haben. Auch die Besucher verliefen sich in dem großen Areal ganz gut, so dass es recht angenehm war und man auch immer Augenblicke für sich allein hatte. Da so eine Anlage natürlich einiges an Pflege braucht, sind wir auch dem einen oder anderen Arbeiter begegnet. Besonders die Jungs von der Rasenpflege scheinen einen sehr guten Job zu machen. Hier sind welche gerade bei der Arbeit:
Machu Picchu - Rasenpfleger
Irgendwann ging es dann wieder zum Eingang bzw. Ausgang und wir beschlossen den Weg zurück zu ins Dorf zu Fuß zurückzulegen. Hier verläuft ein Pfad über Treppen bis ins Tal. Hinunter ist zwar tendenziell immer etwas angenehmer aber dauerhaft nur Treppen laufen kann dann doch anstrengend sein.
Weg zurück ins Tal
Am frühen Vormittag erreichten wir wieder Aguas Calientes. Wir aßen einen Kleinigkeit und schlugen die Zeit bei einem Tee irgendwie rum bis wir uns zur Bahnstation begaben. Am späten Nachmittag gegen 16:45 Uhr verließ der Zug das beschauliche Dorf und wir fuhren im Regen nach Poroy zurück. Hier sollte uns eigentlich unser Taxifahrer vom Vortag abholen. Dieser hatte wohl aber besseres zu tun, erblicken konnten wir ihn nämlich nicht. Da aber auch genügend andere Taxifahrer hier ihr Geschäft mit dem Bergtourist witterten, war es kein Problem eine andere Transportmöglichkeit nach Cusco zu bekommen. Auf der Fahrt fiel diesem dann ein, dass er nicht genau wüsste wo unser Hotel liegt und er uns somit nur zum Plaza de Armas fahren könnte. Blöd aber auch, dass er das erst auf der Fahrt merkte, Depp! Als ob wir an dem heutigen Tag nicht schon genug gelaufen wären, durfte man also noch einen abendlichen Spaziergang erleben.
Zum Abendessen gab es nicht mehr viel, so dass wir recht früh ins Bett fielen um am nächsten Tag unserer Flieger nach Arequipa zu erwischen.

Bis die Tage
Christopher & Carolyn

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One Response to Auf zum alten Gipfel

  1. Carolyn says:

    Großartige Sehenswürdigkeit!
    Abstieg Machu Picchu – fast 2 km Streppenstufen nach unten, so ging es meinen Beinen dann auch nächsten Tag 🙂

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